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Abfall vermeiden – So geht’s

In Deutschland werden jährlich 18,16 Tonnen Abfall produziert. Dies entspricht einem pro Kopf Verbrauch von 220,5 kg. Eine ganz schöne Menge, wenn man bedenkt das ein Paar aus Bensheim es geschafft hat in einem Jahr nur so viel Verpackungsmüll anzusammeln, dass dieser in einem Einmachglas Platz hat.

Viele Stoffe können zwar wieder recycelt werden, allerdings kann diese Wiederverwertung einen hohen Energiebedarf mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es neben dem Erwerb von recycelbaren Produkten wichtig, auch auf die Menge der gekauften Produkte zu achten.

Eine aktive Müllvermeidung kann schon durch kleine Veränderungen erreicht werden.

1. Stofftasche anstatt Plastiktüte

Aus vielen Supermärkten wurden Plastiktüten bereits verbannt. In einigen sind diese allerdings noch zu erwerben und in fast allen Supermärkten werden in den Obst/Gemüse-Abteilungen immer noch kleine Plastiktüten angeboten. Diese sollen helfen die Ware abzutransportieren und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Aber auch hierfür gibt es schon Alternativen, wie z.B. wiederverwendbare Gemüsebeutel. Diese schützen eure losen Lebensmittel auch vor bösen Umwelteinflüssen, ermöglichen einen bequemen Transport und sehen auch noch hübscher aus als die langweiligen Plastiktütchen.

Das modische Accessoire für Ihren Einkauf

2.Recycling Zuhause

Wir kennen alle die Vorzüge von Tupperware – luftdicht, auslaufsicher und teilweise sogar Mikrowellengeeignet. Einige Lebensmittel würden aber auch in Plastikdosen oder Gläsern überleben die zuvor, befüllt mit anderen Lebensmitteln, gekauft wurden. Beispielsweise können leere

Eis-Plastikdosen oder Essiggurkengläser wiederverwertet werden. So kann man seine Einkäufe auch in Geschäften erledigen die Lebensmittel unverpackt zum Abfüllen anbieten. Dies spart nicht nur Zuhause Abfall ein, sondern auch schon direkt beim Einkauf. Das Eigenrecycelte kann auch als Vesperdose oder Lagerungsmöglichkeit bestimmter Lebensmittel genutzt werden. So bleiben diese länger haltbar und es können auch Nachfüllpackungen erworben werden – diese sind oftmals billiger und aus besser recycelbarem Material hergestellt. Viele Supermärkte (Frischetheke) oder Metzgereien bieten auch schon an die Ware direkt in mitgebrachte Behältnisse zu geben.

Supermärkte mit loser Ware gibt es immer öfter in Deutschland.

3. Verzicht auf Produkte mit zu viel Verpackung

Wir alle kennen es: Man hat Lust auf Süßigkeiten, geht in den Supermarkt und kauft sich eine Packung Kekse. Voller Vorfreude wird diese aufgerissen und siehe da: Ein verpackter Keks?! Die Logik dahinter ist nicht unbedingt nachvollziehbar und in vielen Fällen auch unmöglich vorhanden. Dennoch kommt das nicht nur bei diversen Keksen vor, sondern auch bei vielen anderen Lebensmitteln. Die einzige Macht gegen solche Produkte liegt oft beim Konsumenten, also bei uns. Man kann schon viel erreichen indem solche Produkte nicht erworben werden, vielleicht merkt der Hersteller dann auch selbst etwas. Und was die Kekse angeht – die schmecken selbst gemacht aus eigener recycelter Dose doch auch viel besser.

4. Second-Hand-Ware

Textilien sind in Deutschland erschreckend billig. Kein Wunder also, dass schätzungsweise mehr als eine Million Tonnen an Textilien in Deutschland pro Jahr aussortiert und meist in einen Altkleidercontainer geworfen werden. Dabei haben es sich schon einige kluge Köpfe zur Aufgabe gemacht Klamotten auf sinnvolle Art und Weise wieder zu verwerten. Dabei sind großartige Apps wie Kleiderkreisel oder Shpock entstanden. Diese Flohmarkt-Apps können nicht nur für second-hand Kleidung genutzt werden, sondern auch für Haushaltswaren oder Möbel. Manchmal findet man auch das ein oder andere Einzelstück. Natürlich kann man auch den klassischen Flohmarkt besuchen, da ist man schon an der frischen Luft und hat ein wenig Bewegung.

5. Konsumverhalten ändern

„Endlich ist es da! Das neue iPhone! Seit einem ganzen Jahr nun wird das alte genutzt, schon viiiel zu lange – Zeit ein neues Gerät zu kaufen.“ Die meisten kennen solche sogenannten „Konsumopfer“, vielleicht bist Du sogar selbst eins. Schuld daran sind überwiegend die Medien, die uns Tag für Tag vorschreiben was wir brauchen, um glücklich zu sein. Die Frage ist nur: Wie lange hält das Glück über die neu erworbene Sache an? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind wissen wir, dass Konsum auf Dauer nicht glücklich macht, er macht uns eher unglücklich. Denn je mehr wir besitzen, desto mehr können wir verlieren und das macht uns Sorgen, die uns unglücklich werden lassen. Doch mit dem Erwerb einer neuen Sache werden wir bestimmt wieder glücklich – ein ewiger Kreislauf.

Wie viel Schrott dadurch anfällt ist kaum zu überblicken, allein die jährliche Menge an Elektroschrott kommt in Deutschland auf einen traurigen Wert von zwei Millionen Tonnen!
Ein neues altes Mobilgerät, beispielsweise erworben über eine der oben genannten Flohmarkt-Apps, ist für einen Persönlich doch aber auch neu und bringt bestimmt genau so viel Freude – einfach mal ausprobieren.

Verschiffter Elektroschrott von Deutschland nach Ghana.

Aktive Müllvermeidung ist, wie vieles was der Umwelt guttut, mit Aufwand verbunden. Doch schockierende Bilder von Müllbergen in anderen Ländern zeigen uns, dass ein solcher Aufwand durchaus lohnend ist. Ein Szenario mit Menschen, die auf solchen Müllbergen hausen ist für uns hierzulande unvorstellbar. Doch wie soll es weitergehen in Zukunft, wenn wir an unserem Konsumverhalten nichts ändern? Der Verkauf von unserem Abfall ins Ausland wurde von einem Abnehmer bereits gestoppt - vermutlich haben sie mittlerweile selbst genug davon.

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